|
 |
|
| |
|
 |
| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| - |
- |
0 |
0 % |
/ |
| |
| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
|
|
- |
- |
| |
|
|
| |
|
|
| |
Fresenius mit anhaltend hohem Wachstum 17.11.2010
SEB
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Manfred Jakob, Analyst der SEB, stuft die Vorzugsaktie von Fresenius (ISIN DE0005785638 / WKN 578563) mit "hold " ein.
Am 02.11.2011 seien die Neunmonatszahlen gemeldet worden. Bei einem Umsatzplus von 13% auf 11,8 Mrd. EUR (währungsbereinigt +10%) erzielte Fresenius ein EBIT von 1,8 Mrd. EUR (+19% bzw. +15% wb) und einen Gewinn von 495 Mio. EUR (+35%, 30% wb). Alle vier Geschäftsbereiche hätten zu dieser positiven Performance beigetragen.
Der Ausblick 2010 sei zum zweiten Mal in Folge angehoben worden: Fresenius rechne nun mit einem Anstieg des Ergebnisses von 20% (bisher 10 bis 15%). Der Konzernumsatz solle zwischen 8 und 9% (bisher: 7 bis 9%) zulegen. Der Ergebnisausblick berücksichtige bereits Einmalaufwendungen in Höhe von 18 bis 20 Mio. vor Steuern, die Kabi in 2010 in fortgesetzte Effizienzsteigerungen außerhalb Nordamerikas investieren werde (davon seien 8 Mio. EUR in Q3 enthalten).
In Q3 hätten alle vier Bereiche die positive Performance aus H1 fortgesetzt. Am kräftigsten sei erneut Kabi gewachsen und hier die US-Tochter APP Pharmaceuticals (ISIN US00202H1086 / WKN A0M7Z7). Sie habe von Produkteinführungen und wie schon in Q2 von einer höheren Nachfrage profitiert, die auch auf Lieferprobleme bei Wettbewerbern zurückzuführen seien. Der Umsatz bei APP sei um 35% auf 853 Mio. EUR geklettert; die Ebit-Marge von 31,3% auf 33,3% gestiegen. APP dürfte schon in diesem Jahr positiv zum Ergebnis beitragen (zuvor "neutraler Einfluß für 2010" erwartet).
Der nochmals erhöhte Ausblick 2010 sei vor allem auf das gute APP-Geschäft (Kabi) zurückzuführen. Aber auch die anderen drei Bereiche hätten ihren Ausblick leicht nach oben revidiert. Die geplante Einheitsaktie erhöhe die Handelsliquidität und auch das Gewicht im DAX (ISIN DE0008469008 / WKN 846900).
Die Kostendämpfungsmaßnahmen in einigen Kernmärkten würden laufen. Trotz der aktuellen Erfolge bei Kabi sei mittelfristig mit einem gewissen Margendruck zu rechnen. Der positive Effekt aus den Lieferengpässen bei den Wettbewerbern dürfte in Q3 am Höhepunkt gewesen sein. Insgesamt dürfte sich die Dynamik in Q4 etwas verlangsamen.
Die Stiftung bleibe Hauptaktionärin und habe ein Vetorecht. Die Umwandlung der Vorzüge verschiebe sich bis in 2011 hinein, nachdem sich das Freigabeverfahren seitens des Gerichts verzögere.
Nach einem Anstieg von über 10% seit Mitte Oktober (in den letzten 20 Monaten hat sie sich sogar verdoppelt) legt die Vorzugsaktie von Fresenius nahe dem neuen Allzeithoch eine Verschnaufpause ein, so Andreas Klähn, technischer Analyst der SEB. Die mittelfristigen Overbought/Oversold-Indikatoren würden nicht nur ein Überkauft-Szenario anzeigen, sie seien auch zur Seite hin abgedreht, womit die Herausnahme der Aufwärtsbewegungsdynamik angezeigt werde.
Die positiven langfristigen Trendimpulse dürften jedoch dafür Sorge tragen, dass eine mögliche Abwärtsgegenbewegung nicht allzu stark ausfalle. Eine solche könnte bis auf den Bereich um 62 EUR führen, wo auch die gewichtete 52-Wochen-Linie verlaufe. Diese Durchschnittslinie stelle eine gute "Aufwärtstrendlinie" dar. Solange sie nicht durchbrochen werde, würden die mittel- bis langfristig positiven Aussichten für die Aktie gut bleiben. Käufe kämen vor allem nach Rücksetzern in Betracht.
Fresenius befinde sich weiter auf einem nachhaltigen Wachstumskurs, sei mittlerweile aber gut bezahlt. Das Zwölf-Monats-Kursziel werde von 63 EUR auf 67 EUR erhöht.
Die Analysten der SEB bewerten die Vorzugsaktie von Fresenius mit dem Rating "hold". (Analyse vom 17.11.2010) (17.11.2010/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|